Debatte zur Rentenpolitik

Rheinische Post

Die Rheinische Post berichtete über die aktuelle Debatte zur Rentenpolitik und eine mögliche Anhebung des Renteneintrittsalters. Im Artikel erläutert HANDWERK.NRW-Präsident Andreas Ehlert die Position des Handwerks:

„Man sollte jetzt nicht aufgrund von Spekulationen über Teilergebnisse die wichtige Arbeit der Kommission zerreden. Sie muss einen durchdachten Vorschlag aus einem Guss machen“, sagte Andreas Ehlert, Präsident des Handwerks NRW. Zugleich betonte er: „Im Handwerk gibt es inzwischen eine breite Akzeptanz dafür, dass das Renteneintrittsalter bei steigender Lebenserwartung effektiv steigen muss.“ Ein pauschaler Anstieg auf 70 Jahre werde aber bei vielen Berufsgruppen nicht funktionieren, so Ehlert. „Verträglicher wäre eine Lösung, die die abschlagsfreie Rente an eine Erwerbstätigkeit von 45 Jahren koppelt. Wer später in den Arbeitsmarkt eintritt, muss dann auch länger arbeiten oder Abschläge in Kauf nehmen.“ Es sei gut, dass es für diese Idee über Parteigrenzen hinweg eine immer größere Sympathie gebe.

„Das übergeordnete Ziel muss im Interesse von Arbeitgebern und Arbeitnehmern sein, dass wir die Begrenzung der Lohnzusatzkosten wieder auf 40 Prozent zurückführen“, ergänzte Ehlert. Dazu sollten versicherungsfremde Leistungen konsequent über Steuermittel und nicht über die Sozialbeiträge finanziert werden. „Dann tragen alle Einkommensarten zur Finanzierung politisch gewollter Leistungen bei.“

Hier geht es zum Artikel in der Rheinischen Post (21.05.2026, Bezahlschranke)