Handwerkskonjunktur im Frühjahr 2018

Das nordrhein-westfälische Handwerk ist - anders als in den Vorjahren - 2017 ähnlich stark wie das Handwerk bundesweit gewachsen und startet mit einem hervorragenden und noch einmal deutlich um zehn Prozentpunkte gesteigerten Geschäftsklima in das Jahr 2018.

Umsatzsteigerungen von mehr als drei Prozentpunkten und eine leichte Zunahme der Beschäftigung sind wie im Vorjahr erreichbar, wenn die gute Lage sich fortsetzt. Um 11 Prozentpunkte ist gegenüber dem Vorjahr der Umsatz gestiegen, noch etwas stärker sogar der Auftragsbestand. Die Dynamik der Verkaufspreise hat - außer im dieselgeplagten Kfz-Gewerbe - angezogen, das Investitionsverhalten ist lebhafter. Allerdings fällt die Beschäftigung im Vergleich dazu bescheidener aus. Statt dessen ist bei weiterhin hoher Auslastung die Auftragsreichweite noch einmal angestiegen. Getragen wird die Hochstimmung durch die hervorragende Konjunktur im Bauhauptgewerbe und im Ausbaugewerbe sowie bei den Handwerken für den gewerblichen Bedarf. Die Befunde sprechen dafür, dass insbesondere im Baugewerbe Kapazitätsausweitungen nur durch verstärkte Ausbildung und Rekrutierung von Fachkräften zu erwarten sind, nicht jedoch durch geplante Förderprogramme wie das "Baukindergeld", dessen Wirkung im Wohnungsbau mangels mobilisierbarer Kapazitäten bei den Betrieben sich bei aller guten Absicht letztlich in Fehllenkungen und Preisauftrieben verlieren könnte.

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Konjunkturbarometer Mai 2018
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