Handwerkskonjunktur im Herbst 2018

Die konjunkturelle Lage des nordrhein-westfälischen Handwerks bleibt auch im Herbst hervorragend, allerdings fallen ähnlich wie in der Gesamtwirtschaft die Erwartungen an die weitere Entwicklung etwas gedämpfter aus. Im nordrhein-westfälischen Handwerk ist das Geschäftsklima vom Rekordniveau des Frühjahrs leicht um vier Prozentpunkte auf nun 136 Punkte abgesunken. Dies ist allerdings nicht auf die Einschätzungen der aktuellen Lage zurückzuführen, denn diese Einschätzungen haben sich gegenüber dem Frühjahr noch einmal spürbar verbessert. Schlechter fallen diesmal jedoch die Erwartungen an die weitere Entwicklung aus. Lag der Saldo der Antworten im Frühjahr noch bei plus 31 Prozentpunkten, so erreicht er nun nur noch plus 19 Prozentpunkte. Die Zukunftserwartungen sind damit aber immer noch etwas besser als in der Vorjahresumfrage. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Einschätzungen zum Umsatz und zu den Auftragsbeständen: Über die Lage wird noch einmal deutlich besser geurteilt, die Erwartungen dagegen etwas gedämpfter als im Frühjahr aus. Nahezu unverändert zeigen sich auf ordentlichem Niveau die Verkaufspreisdynamik und das Investitionsverhalten. Positive Signale senden die Betriebe bezüglich der Beschäftigungsentwicklung. Allerdings noch deutlicher als ein Beschäftigungsaufbau zeigt sich ein Trend zu weiterhin steigender Auslastung (nun 83 Prozent) und zu gestiegenen Auftragsreichweiten (nun 7,8 Wochen). Vor allem das Bauhauptgewerbe und das Ausbaugewerbe fahren derzeit eine hohe Auslastung. Trotz Diesel-Krise steht das Kfz-Gewerbe nach allen Indikatoren gut und stabil da. Von niedrigem Niveau ausgehend, konnten die Personenbezogenen Dienstleistungen gegen den Gesamttrend steigern.

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Konjunkturbarometer November 2018
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